Bilderbücher zum Thema „Tod“ und „Trauer“ Einige Voranmerkungen Bilderbücher   sind   eigentlich   Bücher   für   Erwachsene.   Es   ist   schon   richtig,   wenn   der   Kindheitsforscher   Burkhard Fuhs   sagt:   In   Bilderbüchern   geht   es   stets   auch   um   Fragen,   auf   die   die   Erwachsenen   keine Antwort   finden   oder gefunden    haben.    Wenn    man    sich    dann    auf    dem    Büchermarkt    umschaut,    entdeckt    man    eine    Fülle    von Bilderbüchern   zum   Thema   „Sterben,   Tod   und   Trauer“   –   obwohl   –   so   könnte   man   meinen,   Kinder   gar   kein   so besonders   großes   Bedürfnis   haben,   sich   mit   diesem   Thema   zu   beschäftigen,   wie   es   uns   die   Masse   dieser Bücher   vielleicht   suggerieren   will.   Die   Bilderbücher   zu   diesem   Thema   haben   einen   Wert,   den   man   auf   keinen Fall   unterschätzen   sollte.   Hinsichtlich   der   Thematik   „Sterben,   Tod   und   Trauer“   bieten   Bilderbücher   den   Kindern immer   wieder   neue   Möglichkeiten   und Anregungen   zu   einer   individuellen   Bereitschaft,   sich   auf   das   Geschehen der   Bilderbuchgeschichte   einzulassen,   sich   in   dieses   Geschehen   hineinzuversetzen.   Nur   dann   können   sie   die dort verdeutlichten Erlebnisse spürbar nah erfahren. Bilderbücher zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ können die    Kinder    bereichern,    weil    sie    ihnen    Lebensweisen,    Beziehungen,    Lebenssituationen,    Konflikt-    und Problemlösungen   aufzeigen   und   ihnen   in   ihren   gegenwärtigen   Leben   Orientierungshilfen   und   Lösungen   von Spannungen anbieten. Diese   Bilderbücher   sollten   Kinder   aber   immer   zusammen   mit   einem   Erwachsenen   ansehen   und   besprechen. Dabei    erleben    sie    einerseits,    dass    sie    als    Gesprächspartner    ernst    genommen    und    verstanden    werden. Außerdem      geschieht   sprachförderndes   Verhalten;   die   Kinder   lernen,   immer   mehr,   in   der   Gemeinschaft   über das   zu   reden,   was   sie   bewegt   oder   bedrückt   und   das   Gefühl   der   Geborgenheit   stärkt   sie.   Kinder   und   auch Erwachsene können außerdem Verständnis untereinander und für die Vielschichtigkeit der Trauer entwickeln. Also: Nutzen wir also die Vielfalt der Bilderbücher zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“!  Sie   sind   eine   Chance,   die   Kinder   in   ihren   individuellen   Gefühlen   und   Erlebnissen   intensiver   begleiten   zu können. Außerdem sollten wir endlich begreifen, dass Bilderbücher nicht nur etwas für Kinder sind! Hier folgt nur eine sehr kleine Auswahl an Bilderbüchern, die immer wieder ergänzt werden wird: 1. Abschied von Rune Das   Besondere   an   diesem   Buch   sind   die   großen   Aquarellzeichnungen.   Alles   ist   leicht   verschwommen.   Man blickt wie durch einen Schleier. Das Bilderbuch kann man unterteilen in 1.den schmerzlichen Abschied, 2.die christliche Dimension der Tröstung durch die genaue Darstellung der Beerdigung und 3.die suggestive Darstellung einer wieder erwachenden Natur. Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 4 Jahren, aber  bitte nicht ohne Begleitung eines Erwachsen 2. Leb wohl, lieber Dachs Der   Tod   des   alten   Dachs   wird   ganz   sanft   und   ohne   Angst   beschrieben.   Er   spürt   seinen   nahenden   Tod.   Er nimmt Abschied und bereitet sich auf den    neuen Abschnitt vor. Das Sterben wird idealisiert dargestellt und das ist für Kinder sehr gut annehmbar. Zentrum der Geschichte ist die Trauer der Tiere, die zurückbleiben. Zunächst trauert jedes Tier allein, dann lernen die Tiere, miteinander zu reden. Dabei erfahren sie, •dass die Erinnerung etwas Kostbares ist, •dass Trauer erlebt werden muss und ein Prozess ist, •dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, •dass die Trauerphase lang sein kann (Jahreszeitenwechsel) Im   Stil   der   englischen   Tierfabeln   sind   Bilder   und   Text   idyllisch   und   märchenhaft   gestaltet.   Die   kolorierten Federzeichnungen   stellen   Tiere   in   menschlicher   Kleidung,   mit   menschlichen   Tätigkeiten   und   Verhaltensweisen dar.   Das   Buch   kann   auch   im   Vorschulalter   gut   eingesetzt   werden   und   ist   geeignet   sowohl   als   Bilderbuch   für Erwachsene als auch als Medium für ein Gespräch mit Senioren. 3. Hat Opa einen Anzug an? In diesem Buch erlebt Bruno, ein kleiner Junge erstmals den Tod eines geliebten Menschen: seines Opas. Das   Buch   ist   ganz   unsentimental   und   zeigt,   wie   ein   Kind   seinen   eigenen   Weg   des   Abschiednehmens   und Trauerns   findet.   Es   zeigt   aber   vor   allem,   dass   es   dazu   Zeit   braucht.   Außerdem   sagt   das   Buch,   wie   wichtig   es ist, Fragen der Kinder nach Sterben  und Tod zu beantworten. Die Zielgruppe sind Kinder ab 5- 6 Jahre. Man sollte bereit sein, sich auf Fragen einzustellen. 4. Schwanenwinter  Pressestimmen "Ein Buch voller Wärme und Trost." (Susanne Koppe, Süddeutsche Zeitung) Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis Bilderbücher zum Thema „Tod“ und „Trauer“ 2 5. Abschied von Opa Elefant  "Abschied von Opa Elefant" ist ein wunderschönes, sehr einfühlsam geschriebenes Bilderbuch zum Thema Abschied, Sterben und Tod. 6. Über den großen Fluss "Ich muss jetzt gehen" sagte der Hase. "Und ich kann dich nicht mitnehmen." Ein Geschichte, die faszinierend selbstverständlich von der Hoffnung über den Tod hinaus erzählt, ohne diese grundmenschliche Zuversicht durch Dogmen einzuengen. Ein Bilderbuch, das dadurch auch Kirchenferne anspricht und ideal ist für Gruppen mit Kindern aus unterschiedlichsten  Familien. 7. Vier Pfoten am Himmel  Dieses Bilderbuch eignet sich sehr gut dazu, ohne konkreten Anlass mit Kindern über das Abschiednehmen zu sprechen, denn der Tod ist immer ganz nahe und jedes Kind dürfte in seiner Vergangenheit z.B. einen vom Auto überfahrenen Igel oder eine tote Fliege gesehen haben. Die Begegnung mit dem Tod eines Menschen oder eines Tieres ist für alle gleich. Es ist ein Abschied für immer. 8. Der alte Bär muss Abschied nehmen  Der alte Bär liegt im Sterben und verabschiedet sich von den Tieren. Doch das ist dem kleine Fuchs nicht genug: Er hat noch so viele Fragen. Er ist verwirrt, traurig und auch ein wenig böse auf den Bären, weil er ihn und seine Freunde allein lassen wird. Er kann sich gar nicht vorstellen, dass der Bär nicht mehr da sein wird, und er will sich das auch gar nicht vorstellen. Und überhaupt: Was soll das eigentlich, dass man stirbt? Und was ist das denn, wenn man tot ist?  So führt er mit dem Bären ein langes Gespräch über Tod und Leben. Am nächsten Tag ist der Bär tot und die Tiere verabschieden sich von ihm. Obwohl der kleine Fuchs nichts als Erinnerung von dem Bären haben will, denn erinnern wird er sich immer an ihn, nimmt er doch etwas an, weil der alte Bär sich das so gewünscht hat. Das Ende des Buches ist „versöhnlich“ und weist auf den Kreislauf des Lebens hin. 9. Mach’s gut, kleiner Freund  Es handelt sich hier um ein 32 Seiten umfassendes Bilderbuch in quadrati- schem Format. Dazu gibt es eine CD.Das Buch erzählt in kurzen Texten von einer Familie mit zwei Kindern, einem lieben Großvater und zwei El- tern. Es geht im Wesentlichen um den Tod der Haus- und Lieblingstiere der Kinder, die so etwa im Grundschulalter sind. Der Tod geliebter Haus- tiere ist für Kinder sehr wichtig. Häufig ist es ihre erste Begegnung mit der Begrenztheit des Daseins und Anlass für wichtige Fragen, denen die Er- wachsenen nicht ausweichen sollten. Ihre Trauer ist echt, und das Angebot, mal eben ein neues Meerschweinchen zu besorgen, völlig inadäquat. Die Idee, die Trauer mit Musik zu erleichtern und zu gestalten, ist sicher hilfreich, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Es ist auch eine Erinnerung daran, wie wichtig musische Elemente für jede Pädagogik sind. 10. Ente, Tod und Tulpe  Die Ente spürt ihn schon eine ganze Weile in ihrer Nähe: Den Tod. Als sie ihm dann schließlich leibhaftig ins Auge blickt, ist sie doch zutiefst er- schrocken. Der Tod jedoch verbringt mit der Ente noch eine gewisse Zeit, sie gehen schwimmen und klettern auf Bäume und freunden sich an, bis der Tod sie schließlich mit Würde mit sich nimmt. Er würdigt ihr am Ende mit einer Tulpe und erklärt, wie traurig ihn manchmal das Leben macht... In ganz einfachen Worten und sehr beeindruckenden Zeichnungen ist dieses Bilderbuch zum behutsamen Gesprächseinstieg über den Tod bestens geeig- net. Da der Tod zwar Furcht erregend ausschaut, aber die Ente sich mit ihm vertraut machen kann, verliert er ein wenig von seinem Schrecken. Er gehört eben zum Leben dazu -- diese Botschaft ist tröstlich und auch schon für Kinder ab fünf Jahren verständlich. Und doch ist dies ein Bilderbuch, mit dem sich die Erwachsenen zunächst vertraut machen sollten, bevor sie es gemeinsam mit Kindern anschauen. Hilfreich ist dieses Buch aber auch für erwachsene Trauernde, da Wolf Erlbruch ohne Umschweife am Beispiel der Ente zeigt, dass man seine Angst ruhig zugeben darf aber auch überwinden kann. Auf den ersten Blick ist dieses Buch in seiner Deutlichkeit zunächst schockierend. Beim Betrach- ten jedoch spürt man die zutiefst menschliche und wunderbar umgesetzte Intention Wolf Erlbruchs Ein besonderes Bilderbuch, mit dem man niemanden alleine lassen sollte!
Der Hospizgedanke Ein Leben für die Hospizbewegung Der Tod ist ein schönes Ereignis Die Hospiz-Idee Aufgaben der ambulanten Hospizbewegung Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit Flyer Der Verein Der Vorstand Die Ehrenamtlichen Warum bin ich Ehrenamtliche(r) Sie können uns unterstützen Elfriede-Suppe-Stiftung Was wir tun können Trauer Offenes Trauercafé Erfahrungsberichte Unwiederbringlich - Texte Texte für Traueranzeigen Segenssprüche Märchen Öffentliche Veranstaltungen Termine für Ehrenamtliche Grundkurse Aufbaukurse für Ehrenamtliche Presseberichte Bilderbücher Literaturempfehlungen Palliativmedizin Vorsorgevollmacht Hospiz von A bis Z Hilfreiche Adressen Hospizbewegung in Soest WILLKOMMEN BEGLEITUNG TRAUER VERANSTALTUNGEN LITERATUR INFORMATION KONTAKT IMPRESSUM WIR ÜBER UNS