Der Tod beendet das Leben, aber nicht die Liebe“ schreibt Roland Kachler in seinem Buch  „Meine Trauer wird dich finden“ Und   er   folgert   weiter,   dass   die   Trauer   will,   dass   die   Liebe   weitergeht,   „über   den   Tod   des   geliebten   Menschen hinaus“. Der   Verstorbene   darf   eine   wichtige,   geliebte   Person   im   Leben   dessen   bleiben,   den   er   zurückgelassen   hat. Diese   Liebe   braucht   nur   eine   neue Ausdrucksweise.   Es   ist   die   Trauer,   die   die   bisherige Art   des   Liebens   in   eine neue, innere Art umwandelt.  Es geht nicht darum, loszulassen, sondern darum zu lieben auf eine neue Weise.      Trauer ist mehr als Abschiednehmen,       sie ist Ausdruck der Liebe zum Verstorbenen      Trauer ist kreative Beziehungsarbeit:      sie ist kein Durchleben von Phasen, die aufeinander folgen sondern ein Kreisen,      Vorwärts- und Zurückgehen. Dabei gibt es Sprünge, Abstürze und Umwege       Die Trauer sucht einen guten Ort,           an dem der Verstorbene weiterlebt       Auch der Trauernde braucht einen sicheren Ort, an dem er sich zurückziehen         darf, wo er allein sein darf und nicht stark sein muss, usw.  Wie   der   Trauernde   die   Beziehung   zu   dem   verstorbenen   geliebten   Menschen   finden   und   gestalten,   welchen Weg   er   gehen   kann,   um   zu   erreichen,   dass   dieser   zu   einem   „lebendigen   Gegenüber“   in   seinem   Leben   wird, führt Kachler in folgenden Punkten aus:      Am offenen Sarg – die erste Begegnung mit dem Verstorbenen     Der Wunsch, dem Toten nahe zu sein, ist normal und gut! Nutzen Sie die verbleibende Zeit bis zur Beerdigung! In   der   konkreten   Fürsorge   für   die   sterbliche   Hülle      -      vom   Leib,   der   nicht   mehr   antwortet   und   reagiert.   Die Seele, die jedoch weiß, dass dieser Abschied nicht das Ende der Beziehung sein wird. Leben mit den Orten der Präsenz des Verstorbenen wie z. B. Grab:   Das   Grab   ist   das   erste   und   älteste   Bild   des   „sicheren   Ortes   für   den   Verstorbenen“   Es   ist   ein   Ort   der           Trauer.   Ich   kann   sie   dort   am   Grab   lassen.   Das   hilft,   im   Alltag   zunehmend   auch   Zeiten   und   Situationen   ohne Trauer zu erleben. Zimmer:  nichts gegen den inneren Widerstand verändern, wenn man etwas verändern muss Besondere Orte: Urlaubsorte: auch hier der eigenen Stimmung trauen, ob und wann man sie aufsuchen kann. Tod   durch   Unfall:    Der   Unfallort   kann   für   die   Angehörigen   wichtiger   werden   als   das   Grab,   gerade   weil   sie   ihm in seinen letzten Lebensmomenten nicht nahe sein konnten. Leben mit der Erinnerung  Erinnerungen sind so reich wie das Leben selbst und für die Hinterbliebenen äußerst wertvoll. Für den Trauerprozess sind Erinnerungsbilder ganz entscheidend (Fotos sammeln, Bilder ordnen) Wichtig   sind   auch   Erinnerungszeiten.   Man   kann   diese Tage   dem   Verstorbenen   widmen,   mit   seiner   Präsenz   und Nähe leben. Erinnerungsrituale Leben mit der Transzendenz In   fast   allen   Kulturen   gibt   es   den   Gedanken      des   Weiterlebens   der   Verstorbenen   in   einer   anderen   Welt. Natürlich   gibt   es   für   die   Existenz   dieser   Welt   keinen   Beweis.   Wichtig   ist   hingegen   nur,   was   dem   Hinter- bliebenen   hilft,   eine   innere   Beziehung   zum   Verstorbenen   aufzubauen.   Wer   sich   auf   die   Bilder,   die   alle   Kulturen und   Weltreligionen   haben,   einlassen   kann   und   Träume   akzeptiert,   der   schaut   über   die   Begrenzung   unserer Welt hinaus. In Beziehung bleiben  Oft   hat   man   Zorn   auf   den   Verstorbenen.   In   Gedanken   streitet,   verzeiht,   diskutiert   man   und   ist   traurig   über   seine Abwesenheit.   Der   Trauernde   lebt   in   zwei   Welten:   in   seiner   Trauerwelt   und   der   realen   Welt.   Er   darf   auf   keinen Fall   seine   Trauer   zugunsten   der   äußeren   Realität   aufgeben.   Er   sollte   sich   Zeit   nehmen.,Vielfach   wird   die Person   des   Verstorbenen   idealisiert.   Nur   die   hellen   Seiten   werden   gesehen.   Immer   sollte   auch   das   Schwierige am geliebten Menschen wahrgenommen und auch benannt werden. Leben in der Hoffnung  Nach schweren Verlusten ist der Wunsch nach dem Nachsterben normal. Die   Begrenzung   des   eigenen   Lebens   wird   den   Hinterbliebenen   deutlich.   Sie   erleben   das   weitere   Leben   of   als Zwischen-    oder    Restzeit,    für    die    es    verschiedene    Lebenshaltungen    gibt:    Leben    für    andere,    mir    wichtige Menschen,   soziales   Engagement,   stellvertretend   für   den   Verstorbenen   weiterleben,   für   sich   leben,   in   vollen Zügen leben. All dies kann helfen, wieder ins eigene Leben zurückzufinden. Nicht vorüber Was vorüber ist ist nicht vorüber. Es wächst weiter in deinen Zellen ein Baum aus Tränen oder  vergangenem Glück. Rose Ausländer
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